Oder: warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen wichtig ist.

Zunächst drei Fakten zum Wachrütteln:

1. Jede vierte Frau in einer festen Partnerschaft ist finanziell abhängig und rechnet mit Geldrücklagen ihres Partners.
2. Im Jahr 2019 lag die Teilzeitquote von Frauen mit minderjährigen Kindern bei rund 66,2 Prozent. Bei den Männern lag sie bei 6,4 Prozent.
3. Die durchschnittliche Rente von Frauen liegt bei 645 Euro im Monat und ist damit rund 60 Prozent geringer als bei Männern. Altersarmut von Frauen und Müttern ist daher ein Riesenproblem.

Das findest du ungerecht? Ich auch! Lasst uns das ändern und zwar ab sofort.

Die traditionelle Aufgabenverteilung macht uns arm und abhängig
Vor ein paar Tagen hat sich eine Freundin wieder einmal sehr beherzt über ihre Arbeitssituation, aber vor allem über ihren Vorgesetzten, aufgeregt. In ihrem Eifer sagte sie dann irgendwann: „Wenn sich nichts ändert, dann bekomme ich eben ein zweites Kind und bin dann erstmal für eine lange Zeit weg. Mein Mann verdient genug Geld“.

Ich war sehr still. Ihre Frustration konnte ich verstehen, ihre Schlussfolgerung hingegen absolut nicht. Das Gehaltskonto des Partners darf nicht länger unsere Berufsentscheidungen beeinflussen. Wir müssen damit dringend aufhören!

Im Jahr 2019 wurden 35,8 Prozent der Ehen geschieden. Das ist nicht pessimistisch, das ist Fakt. Wir können und dürfen uns nicht darauf verlassen, dass uns ein Mann im Alter versorgt und unser mickriges Rentenkonto aufbessert. Das zeigt leider auch die Statistik: Frauen sind im Alter mit einem Anteil von 20 Prozent stärker armutsgefährdet als gleichaltrige Männer. Ihr Anteil liegt nur bei 15 Prozent. Warum ist das so? Frauen zahlen insgesamt weniger in ihre Rentenversicherung ein. Sie arbeiten im Schnitt wesentlich häufiger in Teilzeit und/oder scheiden längere Zeit ganz aus dem Berufsleben aus, weil sie sich um die Kindererziehung kümmern. In der Folge erhalten sie durchschnittlich nur halb so viel Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Es klafft eine sehr große Rentenlücke.

Was steckt hinter der Renten-Gap?
Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem letzten Gehalt aus deiner Berufstätigkeit und dem Einkommen, das du als gesetzliche Rente beziehen wirst. Es gibt im Internet zahlreiche „Rentenlückenrechner“ mit denen du deinen Renten-Gap ungefähr beziffern kannst. Die anschließend ermittelte Zahl dient nicht dazu, dir Angst zu machen, sondern soll dir dein Ziel vor Augen führen. Es gilt die Lücke mit einer privaten finanziellen Absicherung zu verkleinern. Aber bevor wir über Anlegestrategien sprechen, möchte ich mit dir über gefährliche Denkmuster reden, die wir dringend abstellen müssen.

Veränderung beginnt im Kopf – Wie können Frauen für ihre Rente sparen?
Kommen wir zunächst zu einer sehr positiven Zahl: Im Jahr 2019 lag der Anteil der Hochschulabsolventinnen bei 51,7 %. Damit gelingt es Frauen prozentual häufiger ein Studium abzuschließen, obwohl sie bei den gesamten Studierendenzahlen noch leicht unterrepräsentiert sind. Frauen sind in der Lage komplexe Sachverhalte zu verstehen, diese einzuordnen und eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Und dennoch glauben viele Frauen weiterhin, dass die Finanzwelt eine Nummer zu hoch für sie ist – eine Männerdomäne, zu mathematisch und zu kompliziert. Lass dir das ab sofort nicht mehr einreden. Der Philosoph pflegte zu sagen „Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht – sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“

Du kannst das! Finanzielle Unabhängigkeit gibt dir nicht nur eine gesicherte und angenehme Zukunft im Alter, sondern auch Freiheit im Jetzt. Also worauf wartest du? Pack es an!

So können Frauen mit ETFs für ihre Rente sparen
In Deutschland sind die Menschen extrem risikoscheu und konservativ. Sie legen gerne in Sparbüchern, Tagesgeld- oder Festgeldkonten sowie in Versicherungsprodukten ihr Geld an. Das ist insofern verwunderlich, als dass diese Anlegemethoden kaum bis gar keine Rendite versprechen, sondern im Worst-Case sogar noch das eigene Kapital verringern. Von Aktien, die eine viel höhere Rendite versprechen, möchten die Menschen in Deutschland lieber die Finger lassen. Die Finanzskandale der letzten Jahrzehnte haben sie geprägt und das nicht völlig zu Unrecht. Dennoch sind nicht alle Aktienfonds risikoreich. Es gilt zwischen risikoreichen und risikoarmen Aktienfonds zu unterscheiden. Zu letzteren zählen die ETF’s (Exchange Traded Fund). Aber was sind ETFs eigentlich? Dazu müssen wir erst einmal ein paar Grundbegriffe klären.

Was genau sind Aktien oder Aktienfonds?
Mit einer Aktie kaufst du einen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens. Wenn du mit hohen Geldbeträgen Aktien eines einzelnen Unternehmens kaufst, dann kann das extrem risikoreich sein – wie zuletzt der Wirecard-Skandal gezeigt hat. Du könntest bei einer Insolvenz dieses einen Unternehmens auf einmal deine ganze Anlage verlieren.

Ein Aktienfond ist hingegen ein Paket aus unterschiedlichen Aktien verschiedener Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie eines solchen Fonds erwirbst du die Beteiligung an mehreren Aktiengesellschaften. Du streust damit dein Risiko. Wenn ein Unternehmen deines Fonds insolvent geht, verlierst du möglicherweise etwas Geld, aber nicht deine vollständige Anlage. Selbstverständlich können Aktienfonds trotzdem risikoreich sein. Bei Branchenfonds oder Themenfonds ist die Risikostreuung ebenfalls gering. Besonders als Einsteigerin solltest du diese Fonds zunächst meiden.

Warum sind passive Aktienfonds besser als aktive Aktienfonds?
Bei aktiven Aktienfonds schnürt eine Fondmanagerin oder ein Fondmanager aktiv Finanzpakete zusammen. Hierfür kauft und verkauft diese/dieser fleißig Aktien von Unternehmen, um eine bestmöglich hohe Rendite zu erzielen. Soweit so gut. Was ist dabei das Problem? Zunächst musst du bei aktiven Aktienfonds die Arbeit der Managerin oder des Managers bezahlen. Dieser Lohn geht von deiner Rendite ab. Aber noch viel wichtiger, die Person hinter dem Fond möchte an der Spitze mitspielen. Das bedeutet: sie setzt oftmals in risikoreiche Produkte, deren Kurse genauso schnell fallen können, wie sie steigen.

Deshalb solltest du lieber in passive Aktienfonds wie in einen ETF investieren. Hinter passiven Aktienfonds steckt keine Person. Das bedeutet, du musst – einfach gesagt – keiner Person einen Lohn zahlen. Die anfallenden Gebühren sind im Vergleich zu aktiven Aktienfonds wesentlich geringer. Passive Aktienfonds bilden einen sogenannten Index ab. Anders als eine Einzelaktie stellt ein Index nicht den Kursverlauf eines einzelnen Unternehmens dar, sondern er vereint die Verläufe eines ganzen Marktes. Du kannst beispielsweise in einen Fond investieren, der den DAX oder den MSCI Word abbildet. Letzterer spiegelt die Entwicklung von über 1600 Aktien aus 23 Industrienationen wieder. Damit ist das Risiko, dass du deine komplette Anlage verlieren könntest, fast gleich null. Hierfür müsste dann schon die Weltwirtschaft zusammenbrechen. Damit sind diese Indizes sehr gut geeignet für ein Investment von Einsteigerinnen.

Welche Rendite bieten ETFs?
Grundsätzlich ist die Rendite bei einem Investment in ETFs nicht festgelegt, so wie wir es bei einem Tagesgeldkonto kennen. Die Rendite schwankt von Jahr zu Jahr. Maßgeblich sind die Marktentwicklung und die Kosten, die von der Anlagesumme abgezogen werden. Bei ETFs sind die Kosten – wie bereits erwähnt – wesentlich niedriger als bei aktiven Aktienfonds, aber auch hier fallen Gebühren an, die sogenannte „TER“ (= Gesamtkostenquote). In der Regel liegen sie bei 0,1 % bis 0,5 % der Anlagesumme.

Wie überall spielt der Zeitfaktor bei der Rendite eine entscheidende Rolle. Wenn du in den Jahren von 2000 bis 2020 in den MSCI World investiert hattest, dann konntest du eine durchschnittliche Rendite von 8 % pro Jahr erzielen.
Zum Vergleich: der durchschnittliche Zins bei einer Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto liegt bei 0,32 Prozent pro Jahr.

Es ist nie zu spät, sich um die eigenen finanzielle Unabhängigkeit zu kümmern!

Mit diesem Artikel hast du einen ersten Schritt getan. Nun heißt es dranbleiben, Informationen sammeln und am besten bei einer Bank ein Depot zu eröffnen, damit du in ETFs investieren kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei: in meinem Online-Gruppenprogramm MINDFUL MONEY MENTORING lernst du, wie du bereits mit kleinen monatlichen Beträgen und mit geringem Zeitaufwand dein Geld selbstbestimmt in ETFs investieren kannst, um dein eigenes Vermögen aufzubauen.


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